Baden - 1 May 2008 - 8 June 2008

Gabi Fuhrimann, Rosmarie Vogt-Rippmann - Figuren Strukturen

© Gabi Fuhrimann, Rosmarie Vogt-Rippmann
© Gabi Fuhrimann, Rosmarie Vogt-Rippmann
Click on image to enlarge.

Die Figur im Bildraum oder den Körper im Raum festzumachen ist für die beiden Aargauer Künstlerinnen eine zentrale Herausforderung. Bei Gabi Fuhrimann ist es meist die weibliche Figur, die mit einem abstrakt - ornamentalen Bildraum verwoben wird, während die auf reine Struktur reduzierten Skulpturen von Rosmarie Vogt mit dem Ausstellungsraum interagieren und ihn so definieren. Beide Künstlerinnnen bewegen sich mit ihren Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen geometrischen und organischen Formen. Parallel zum Ringen um die Umsetzung der eigenen Vorstellungen lassen sie sich stark durch die Eigenschaften der verwendeten Materialien leiten, greifen vorhergehende Studien in der aktuellen Arbeit wieder auf und entwickeln das Neue aus dem Alten. Und noch eine Gemeinsamkeit: für ihre aktuellen Arbeiten im Kunstraum Baden benützen beide Holz als Ausgangsmaterial.

Holztafeln unterschiedlicher Herkunft, ausgewählt aufgrund ihrer haptischen Qualität und der Geschichte ihrer früheren Verwendung, fungieren als Bildträger für die Malerei von Gabi Fuhrimann. Sie sind in ihrer Beschaffenheit nicht selten bestimmend für die Gestaltung und Gliederung der Bildfläche, die mit Mustern, meist horizontal und vertikal begrenzten Farbflächen, aufgebaut wird. Es ist "ein Spiel mit Farbe und Gliederung", wie sie selber sagt. Das Grundmotiv ist die stehende oder gehende weibliche Figur oder eine Teilansicht davon - der Fantasie, der Zeitung, der Kunstgeschichte oder eigenen Fotos entsprungen. Sie ist in den flachen, abstrakten Farbraum eingebettet, fast eingeflochten, wobei die Künstlerin bewusst die optische Wirkung der Farben sucht.

In ihren grossen Skulpturen setzt Rosmarie Vogt-Rippmann das Holz als charaktergebendes Strukturelement ein. Ein aus mehreren Teilen zusammengestellter Kubus - eine Art transparentes, raumteilendes Gittergeflecht - besteht aus weiss bemalten Tannenholzlättchen und für die neu entstandene Werkgruppe von kreiselartigen Objekten wählte die Künstlerin ein lackiertes Birkensperrholz, dessen Farbe und Maserierung sich mit der Objektidee deckt und sich zugleich ins Kolorit des Ausstellungsraumes einfügt. Das Erproben der gegenseitigen Beeinflussung der Skulptur und des Raumes ist ihr ein grundsätzliches Anliegen. Während der Kubus den Ausstellungsraum durch seine Ausmasse verdeutlicht, beleben die aus unregelmässig runden Holz-Scheiben bestehenden Skulpturen den Raum spielerisch. Bei jeder Bewegung des Betrachters verändern sie sich im Licht und vor dem Hintergrund.

Gabi Fuhrimann (*1958 Zürich) Ausbildung: 1984-88 Schule für Gestaltung Luzern. Ausstellungen: div. Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien in der Schweiz. 1995 Filiale Basel, Sonderpräsentation Kunsthaus Aarau, 1999 PZK Luzern, 2000 Galerie Hans-Trudel-Haus Baden, 2003 Gemeindegalerie Benzenholz Meggen, 2007 Galerie Carla Renggli Zug. Stipendien: l990 Förderpreis des Kantons Aargau, 1993 Eidgenössiches Kunststipendium, 2001 Kunstkredit des Kantons Aargau.

Rosmarie Vogt-Rippmann (*1939 Schaffhausen) Ausbildung: Schule für Gestaltung und F+F Schule für experimentelle Gestaltung, Zürich. Lehrtätigkeit Lehrbeauftragte an der Berufsschule Brugg und an der FHHB Muttenz. Ausstellungen:div. Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien in der Schweiz. Kunst am Bau: Verschiedene Kunst am Bau Projekte. Stipendien: Förderbeitrag 1979, Werkjahr Kuratorium 1992.

Kunstraum Baden

Haselstrasse 15 (Eingang Güterstrasse)
5400 Baden
Phone: 
+41 56 221 66 12
Exhibition
1 May 2008 - 8 June 2008
Online since 26 April 2008
Opening Hours: 
Mi-Fr 14 - 18 Uhr, Sa/So 12 - 17 Uhr