Zurich - 28 January 2012 - 3 March 2012
Haroun Haward - Mythologies
"Look at the apple, look at the peach, how round and full of life, cheeks to right and left; notice, too, my eyes, of which one cerise, the other mulberry. Outside I look a monster, inside I bear noble traits, concealing a royal portrait." (Don Gregono Comanini: "The Vertumnus of Arcimboldo", 1591)
Wir freuen uns die erste Einzelausstellung des britischen Malers Haroun Haward bei Herrmann Germann Contemporary anzukündigen.
Der 1983 in London geborene Künstler, lebt und arbeitet in London. Nach dem Bachelor of Arts an der Brighton University in Fine Art Painting (1st Class mit Auszeichnung) und einem Studienaustausch an der Nagoya University of Arts in Japan, absolvierte Haward einen Gastkünstleraufenthalt am National College of Arts in Traditional Miniature Painting Department in Lahore, Pakistan. 2010 schliesst er an der Goldsmiths University London den MFA in Fine Arts ab.
Italo Calvino beschreibt in seinem Buch "Das Schloss, darin sich Schicksale kreuzen" wundersame Schicksale in Bildabfolgen eines Kartenspiels. Mit der interpretierten Wortebene entsteht ein geschlossener Erzählzyklus basierend auf Tarockspielen aus dem 15. bzw. 18. Jahrhundert. Wie in Calvinos Buch geht es in Haroun Hawards Gemälden um Überlieferung, Geschichtenerzählung und Interpretation. Sein Spektrum der Narration umfasst gleichwohl die Kunstgeschichte der nordischen Renaissance als auch des persischen Mogulreichs (1526–1858) bishin zur Gegenwart. Geboren und aufgewachsen in Nord-London als Sohn eines englischen Vaters und einer pakistanischen Mutter wächst Haward in einer kosmopolitischen Atmosphäre zweier Kulturen und dessen historischen Erbes auf.
Wo in Hawards frühreren Arbeiten Nebeneinanderstellungen von Ost- und West-Motiven und Symbolen erkennbar waren, strebt er in seinen aktuellen Arbeiten eine dichte, vielschichtige Qualität der Erzählebenen und damit verbundenen Möglichkeiten an. "Mythologies" umfasst mehrere grossformatige Tafelbilder und neun Arbeiten auf Papier. Die eigens für die Ausstellung gefertigten Werke verfolgen unterschiedliche Ansätze der pankulturellen Erzählung. Sie verschmelzen Geschichten und Mythen mit Komponenten, die sich auf Comics, Animationsfilme, Computerspiele, Heavy-Metal-Album-Designs und Meta-Literatur referenzieren. Beim Verschmelzen verschiedener Techniken und Arten von Farbe auf der gleichen Fläche bildet Haward stilistische als auch kulturelle Hybride. Er collagiert und modelliert im zweidimensionalen Raum mit Werkzeugen von der groben "fat cap" (Düsenaufsatz einer Sprühdose) bis zum Miniatur-Pinsel.
Mit freundlicher Unterstützung von Kyburz&Peck - English Language Projects


