Luzern - 16 May 2008 - 3 August 2008

Blasted Allegories - Work from the Ringier Collection

Peter Fischli & David Weiss: Car, 1989
Peter Fischli & David Weiss: Car, 1989

Sammlung Ringier / Ringier Collection
© Peter Fischli & David Weiss

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Diese Ausstellung gibt zum ersten Mal einen tieferen Einblick in die Kunstsammlung von Ringier, des grössten Schweizer Verlagshauses. Auch wenn es angesichts deren Gesamtumfangs und grosser Spannweite vermessen wäre, von einer repräsentativen Übersicht zu sprechen, vermitteln die etwa 150 Werke von rund 80 Künstlerinnen und Künstlern, darunter sehr viele serielle Arbeiten, doch einen gültigen Eindruck der künstlerischen Ausrichtung der Sammlung.

Das Motto "Blasted Allegories" ist einem Werk von John Baldessari entliehen. Es steht programmatisch für ein künstlerisches Interesse unserer Zeit, aber auch für das Ausstellungskonzept selbst, welches Beatrix Ruf, die Kuratorin der Sammlung Ringier, exklusiv für das Kunstmuseum Luzern und in Zusammenarbeit mit diesem konzipiert hat. Dabei geht es nicht darum, einfach nur eine Sammlung oder einen Sammler zu ehren, sondern dank einer stark fokussierten Auswahl eine Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen Ausdrucksmitteln und über diese mit unserer durch Informations- und Bilderflut geprägten Welt anzuregen.

Jim Shaw: Watercolor, 1989
Jim Shaw: Watercolor, 1989

Wasserfarbe auf Papier / watercolor on paper, 43.2 x 35.6 cm
Sammlung Ringier / Ringier Collection
© Jim Shaw

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Die Ausstellung schliesst trotz ihres "explosiven" Titels überraschend viele Werke der "leisen" Töne ein. Die vertretenen Künstlerinnen und Künstler bedienen sich aller künstlerischer Medien und bewegen sich innerhalb des Spannungsfelds des Erzählens aus dem Alltag und den Medien, kreisen um Fantasien und Fiktionen, thematisieren Regeln und Regelbrüche. Stets geht es dabei um das "Bild" in all seinen Erscheinungsformen und um dessen Bedeutung für unsere Gegenwart.

Kuratiert von Beatrix Ruf, in Zusammenarbeit mit Peter Fischer

Mit Werken von: Vito Acconci, Eija-Liisa Ahtila, Doug Aitken, Kai Althoff, John Baldessari, Robert Barry, Alighiero Boetti, Troy Brauntuch, Angela Bulloch, Valentin Carron, George Condo, Hanne Darboven, Verne Dawson, Jeroen de Rijke/Willem de Rooij, Peter Doig, Trisha Donnelly, Stan Douglas, Nicole Eisenman, Cerith Wyn Evans, Urs Fischer, Peter Fischli/David Weiss, Sylvie Fleury, Lee Friedlander, Isa Genzken, Liam Gillick, Jack Goldstein, Douglas Gordon, Rodney Graham, Andreas Gursky, Wade Guyton, Jenny Holzer, Mike Kelley, Toba Khedoori, Karen Kilimnik, Sean Landers, Louise Lawler, Sherrie Levine, Sarah Lucas, Allan McCollum, Lucy McKenzie, Jonathan Meese, Mark Morrisroe, Matt Mullican, Cady Noland, Albert Oehlen, Laura Owens, Raymond Pettibon, Richard Phillips, Jack Pierson, Seth Price, Richard Prince, Ugo Rondinone, Eva Rothschild, Thomas Ruff, Ed Ruscha, Wilhelm Sasnal, Jim Shaw, Steven Shearer, Cindy Sherman, Andreas Slominski, Josh Smith, Sturtevant, Wolfgang Tillmans, Rosemary Trockel, Keith Tyson, Kelley Walker, Rebecca Warren, Lawrence Weiner, Franz West, Christopher Williams, Sue Williams, Christopher Wool

Katalog: "Blasted Allegories. Werke aus der Sammlung Ringier", herausgegeben von / edited by Beatrix Ruf. Zurich: JRP|Ringier, 2008. Gebunden, 584 Seiten, ca. 400 Abb. in Farbe, deutsch/englisch. ISBN: 978-3-905829- 40-2.

Lee Friedlander: Florida (with sexy eyes), 1963
Lee Friedlander: Florida (with sexy eyes), 1963

Silbergelatineabzug /silver gelatine print, 21.4 x 32 cm
Sammlung Ringier / Ringier Collection
© Lee Friedlander

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Die Sammlung Ringer
Seit 1995 entsteht im Verlagshaus Ringier AG eine Kunstsammlung international bedeutender Gegen- wartskunst. Die stetig wachsende Sammlung, die alle Medien des zeitgenössischen Kunstschaffens reflektiert, hat inzwischen einen wichtigen Platz im Alltag der Firma eingenommen. Eine grosse Zahl der Kunstsammlung ist in immer wieder wechselnden Präsentationen in den Firmenräumen alltäglich erlebbar, zudem werden Werke der Sammlung regelmässig für Ausstellungen aus der ganzen Welt ausgeliehen. Zentral in der Erlebbarkeit von zeitgenössischer Kunst im Alltag der Firma ist auch die Auseinandersetzung und Beschäftigung mit den Vorgehensweisen von Künstlerinnen und Künstlern in der Produktion: Seit 1997 arbeitet Ringier mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstler um die Ge- schäftsberichte zu realisieren. Diese haben dabei vollkommen freie Hand, sowohl in ihrer Vorgehensweise wie auch in der Art, in der sie einen Geschäftsbericht interpretieren. Damit kreieren sie jedes Jahr ein spezielles Bild der Firma, das sie der Öffentlichkeit zum Schauen aber auch zur Diskussion anbieten. Kunst ist also fester Bestandteil der Ringier-Firmenkultur.

Die kontinuierlich wachsende Ringier Sammlung umfasst inzwischen an die 1800 Werke. Ausgehend von grundlegenden Bewegungen der 1960er Jahre und vielfältigen Formulierungen, die die Kunst in einer mediatisierten Welt zum heutigen Bild beiträgt, konzentriert sie sich auf die Kunstproduktion der jungen und jüngsten Gegenwart. In der Sammlung finden sich wichtige Werkgruppen zentraler Vertreter der konzeptuellen Künstlergeneration wie John Baldessari, Robert Barry, Valie Export, Joseph Kosuth, Vito Acconci, Douglas Huebler, Lee Friedländer, Hanne Darboven, Jenny Holzer, Sturtevant und die konzep- tuellen Fotografen Bill Beckley, Marc Adams und Jean Le Gac. Die zeitgenössische Fotografie ist mit umfangreichen Werkgruppen von Andreas Gursky, Thomas Ruff, Cindy Sherman, Louise Lawler, Sherrie Levine, Wolfgang Tillmans, Thomas Demand, Rineke Dijkstra, Jitka Hanzlova, Christopher Williams, Philip diCorcia, Jack Pierson, Clegg&Guttman, Mark Morrisroe und vielen anderen vertreten. Ein breites Spektrum von künstlerischen Medien verwenden Richard Prince, Mike Kelley, Matt Mullican, Alan McCollumn, Stan Douglas, Peter Doig, Douglas Gordon, Rodney Graham, Peter Land, Sean Landers, Liam Gillick, Verne Dawson, Karen Kilimnik, Eija-Liisa Ahtila, Doug Aitken, Richard Philips, Jack Pierson, Aleksandra Mir, Jonathan Meese, Kai Althoff und viele andere, die ebenfalls verteift gesammelt werden. Mit Peter Fischli & David Weiss, Ugo Rondinone, Urs Fischer, Christian Philipp Müller, Jean- Fréderic Schnyder, Valentin Carron und Sylvie Fleury ist auch das Schweizer Kunstschaffen prominent repräsentiert. Eine jüngste Generation von Künstlerinnen und Künstler wie de Rijke & de Rooij, Wilhelm Sasnal, Keith Tyson, Josh Smith, Trisha Donnelly, Kelley Walker, Wade Guyton, Daria Martin, Lucy McKenzie, Oliver Payne & Nick Relph und Seth Price erweitert die Sammlung kontinuierlich in die Gegenwart.

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Kunstmuseum Luzern / Museum of Art Lucerne

Europaplatz 1
6002 Luzern
Phone: 
+41 (0)41 226 78 00
Fax: 
+41 (0)41 226 78 01
Exhibition
16 May 2008 - 3 August 2008
Online since 20 May 2008
Opening Hours: 
Tues-Sun 10 am - 5 pm, Wed 10 am - 8 pm