Aarau - 30 January 2010 - 18 April 2010
Hugo Suter - Fotografien 1969 - 2009
Hugo Suter gehört zu den experimentierfreudigsten Künstlern der Schweiz. In seiner bildnerischen Arbeit hat er unterschiedliche Medien eingesetzt. Wie wichtig dabei die Fotografie ist und welchen Stellenwert sie im Gesamtwerk des Künstlers hat, ist kaum bekannt. Das Aargauer Kunsthaus widmet den Fotografien von Hugo Suter erstmals eine eigene Ausstellung.
Das vielfältige Schaffen des 1943 in Aarau geborenen Künstlers Hugo Suter ist durch zahlreiche Ausstellungen in Museen und Galerien bekannt geworden. Hugo Suters forschende Bildsuche, seine kontinuierliche Beschäftigung mit dem (Hallwiler)See - an dem er seit über dreissig Jahren lebt - und mit Glas haben breite Anerkennung gefunden. Überraschend ist, dass sich neben unterschiedlichen Medien und Verfahrensweisen die Fotografie wie ein roter Faden durch das ganze Werk von Hugo Suter zieht. Die Kamera dient ihm als Arbeitsinstrument bei seiner unablässigen Wahrnehmungsforschung. Beobachtungen werden dokumentiert, Beiläufiges und Vergängliches wird festgehalten. Darüber hinaus dient dem Künstler die Fotografie aber auch als Mittel der Bilderzeugung. Das Gesehene wird überlagert von Vorstellungs- und Erinnerungsbildern und Hugo Suter findet mit den Mitteln der Fotografie zu immer neuen Bildlösungen.
Er erweist sich dabei als ein ebenso feiner Beobachter wie ein hoch reflektierter Künstler, der das Sehen immer mit einem Wissen verbindet und damit eine neue Sicht der Dinge und der Welt erreicht. Die Ausstellung im Aargauer Kunsthaus beleuchtet erstmals den Stellenwert der Fotografie im Schaffen von Hugo Suter und fokussiert damit einen bislang wenig beachteten Aspekt seiner Kunst. Gezeigt werden rund 150 Arbeiten aus den letzten 40 Jahren. Dabei wird deutlich, dass der Einsatz der Fotografie bei Hugo Suter ganz verschiedene Formen annimmt und die Grenzen der klassischen Fotografie von Anfang an sprengt.
Kurator: Stephan Kunz
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und einem Gespräch zwischen Stephan Kunz, Bernhard Lehner und Hugo Suter.

