Biel - 30 August 2009 - 25 October 2009
Utopics - 11. Schweizerische Plastikausstellung
Groupe Bélier, Peter Coffin, Fabiana de Barros, ECAL, Elgaland-Vargaland, Cao Fei, Robert Filliou, Claire Fontaine, Holger Friese & Mona Jas, Ryan Gander, Andreas Golinski, Fabrice Gygi, Carsten Höller, General Idea, Lang / Baumann, Jérôme Leuba, Lokal-Int, Matt Mullican, Neue Slovenische Kunst, ONS - die neue zeit, Mai-Thu Perret, Marco Poloni, Peter Regli, Didier Rittener, République du Saugeais, Katja Schenker, Kerim Seiler, L'école de Stéphanie, Nedko Solakov, State of Sabotage, Steiner & Lenzlinger, Superflex, Andrea Thal & Saskia Holmqvist, Tatiana Trouvé, United Transnational Republics, Clemens von Wedemeyer, W+W, René Zäch, Andrea Zittel, Zorro & Bernardo, Eurythmie Zuccoli, 360° and more than twenty micronations
Die Schweizerische Plastikausstellung in Biel wird am 29. August feierlich eröffnet und findet neu alle fünf Jahre statt. Sie soll internationale Bedeutung erlangen und dies mit internationaler Beteiligung.
Unter der künstlerischen Leitung Simon Lamunières, ebenfalls Kurator der Art Basel Unlimited, bekam die Ausstellung ein gründliches Make over. Ab 2009 soll der Kunst-Mega-Event, der zum ersten Mal 1954 stattfand, alle fünf Jahre statt finden und somit für Kontinuität in der europäischen Kultur-Agenda sorgen.
Für dieses Jahr sieht das Kuratorium ein Novum im Kunstzirkus vor: Es werden nicht, wie sonst gewohnt, nur Künstler teilnehmen. Auch Mikronationen wie Sealand oder Kingdom of Talossa sowie freakige Originale werden ihre Arbeiten vorstellen. Es wird daher teilweise schwierig sein, bei allen 50 Interventionen auszumachen, ob das Projekt nun aus der Hand eines Künstlers stammt oder nicht. Zudem wird Kunst im öffentlichen Raum neu definiert: Die Besucherin wird sich mit dem speziell für die Ausstellung konzipierten Führer bewaffnet auf die rund zweistündige Tour quer durch die Stadt begeben. Dabei wird sie ein Hotelzimmer betreten, sich im La Rotonde noch einen Kaffee genehmigen, während sie ein Werk der Künstlergruppe General Idea betrachtet, wird zum Hafen spazieren und dort Flaggen von Ländern erblicken, die gar nicht existieren oder bestimmt nicht so richtig, ein Optikergeschäft betreten, um sich dort eine "Upside Down Goggles" von Carsten Höller aufsetzen zu lassen, die ihr Weltbild um 180 Grad auf den Kopf stellt, und wird eine Menge verstreutes Geld auf einem Platz vorfinden.
Die Utopics-Ausstellung, die sich ganz der Erschliessung neuer Territorien und konkreter Utopien verschrieben hat, ist ein Must für alle nationalen und internationalen Kunstliebhaber, aber auch für Familien und darf daher auf keinen Fall verpasst werden.



