Solothurn - 29 March 2009 11:00 - 14:00
Bessie Nager - hrönir
Führung.
Anschliessend um 11.45 Uhr Gedenkfeier für Bessie Nager.
Eine Gesprächsrunde mit Jacqueline Burckhardt, Bob Gysin, Katja Schenker, Regula Straumann und Mirjam Varadinis. Moderation: Christoph Vögele.
Am 25. Januar 2009 ist Bessie Nager bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Ihre derzeitige Einzelausstellung im Kunstmuseum Solothurn wird nun unerwartet zur Gedächtnisausstellung. Neben ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden trauert die ganze Schweizer Kunstwelt um die früh verstorbene Künstlerin. Die 1962 in Luzern geborene Bessie Nager gehörte zu den wichtigsten Schweizer Kunstschaffenden ihrer Generation. Mit ihren Installationen, Skulpturen und Objekten hat sie einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Kunst in der Schweiz geleistet.
Die Galerie Bob Gysin, Zürich, die das Schaffen seit 1993 in regelmässigen Einzelausstellungen vermittelt hat, und das Kunstmuseum Solothurn laden zu einer Gedenkfeier für Bessie Nager ein. Die Veranstaltung findet im grossen Oberlichtsaal statt.
In einer Gesprächsrunde erinnern sich Jacqueline Burckhardt, Bob Gysin, Katja Schenker, Regula Straumann, Mirjam Varadinis und Christoph Vögele an Bessie Nager, die sie alle über einen längeren oder kürzeren Zeitraum kennen lernen und begleiten durften. Im Zentrum des Gesprächs steht das Schaffen und Wirken von Bessie Nager, die sich nicht nur als Künstlerin, sondern auch als Lehrerin und Kommissionsmitglied stark engagierte. Im gemeinsamen Gespräch sollen vorerst der Lebens- und Schaffensweg nachgezeichnet und die Persönlichkeit der Künstlerin gewürdigt werden. Danach wird das Publikum mit seinen eigenen Erinnerungen und Kommentaren in das Gespräch einbezogen.
Der abschliessende Apéro im Foyer des Kunstmuseums Solothurn bietet eine weitere Möglichkeit für den gegenseitigen Austausch. Die direkte Begegnung und Kommunikation entspricht in vieler Hinsicht der lebendigen Haltung, die aus Bessie Nagers ganzem Schaffen spricht: Die Kunst ist ein wirksamer Teil der gesellschaftlichen Realität; das Kunstwerk wird sowohl zum "Gegenstand für den geistigen Gebrauch" wie auch zum verbindenden Gesprächsanlass. Damit hoffen wir, zur Würdigung von Bessie Nager, aber auch zur gemeinsamen Trauer beitragen zu können.
Christoph Vögele

