Valentin Hauri
Luftloch, Fenster, Kegelspiel

Ausstellung vom 14. Januar bis 5. März 2011















Kegelspiel, 2010 (Bild Nr. 6, Johannes Friedrich)
Öl auf Baumwolle, 130 x 117 cm



Luftloch, 2010
Öl auf Baumwolle, 45 x 50 cm



Le Culte, 2010 (Louis Soutter)
Öl auf Baumwolle, 45 x 50 cm



Marschroute des Lebens, 2010
Öl auf Baumwolle, 117 x 130 cm



After a Drawing by Carl Fredrik Hill, 2010
Öl auf Baumwolle, 50 x 45 cm



Dancer from the Dance, 2010
Öl auf Baumwolle, 100 x 90 cm



Ligne de Vie (Ununterbrochene Linie), 2010
Öl auf Baumwolle, 70 x 63 cm



Short Story, 2010
Öl auf Baumwolle, 45 x 50 cm


Die Galerie Brigitte Weiss freut sich, in einer ersten Einzelausstellung neue Arbeiten - Malerei und Zeichnungen - von Valentin Hauri zeigen zu können.

Valentin Hauri, geb. 1954 in Baden, lebt und arbeitet heute - nach längeren Aufenthalten in Paris, Rom, New York, London und Bangalore (Indien) - in Zürich. In den letzten zwei Jahren waren Werke des Künstlers im Aargauer Kunsthaus; im Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen; im Museum Sammlung Prinzhorn, Heidelberg und im Helmhaus Zürich zu sehen.

Valentin Hauri hat bereits ein vielfältiges, wie konsequentes Werk geschaffen, seine Malerei (Öl auf Baumwolle) pendelt zwischen Gegenständlichem und Ungegenständlichem. Mitte der neunziger Jahre hat Hauri eine eigene Konzeption für seinen Bildfindungsprozess entwickelt: Beschränkung auf fünf Bildformate im Verhältnis 10 : 9 und Prima-Malerei, d.h. jedes Gemälde entsteht in einem einzigen Arbeitsgang, ohne Übermalungen und Möglichkeit der Korrektur. Für Hauri die ideale Voraussetzung, sich ganz auf die gedankliche Bildfindung zu konzentrieren.

Anlass für die meisten Arbeiten findet Valentin Hauri in seiner Sammlung von Bild-Reproduktionen anderer Künstler, mit Vorliebe von Aussenseitern wie etwa Forrest Bess, Carl Fredrik Hill, Henry Darger, Alfred Wallis, Anna Mary Robertson, Louis Soutter und immer wieder Werken von Autodidakten, die Hauri besonders faszinieren.

So verweisen sowohl der Ausstellungstitel "Luftloch, Fenster, Kegelspiel" wie einzelne Werke in der Ausstellung auf den Titel einer Zeichnung von Johannes Friedrich aus der Sammlung Prinzhorn. Für "Ligne de Vie (Ununterbrochene Linie), 2010" hat sich Hauri von einer Stickerei von Laure Pigeon inspirieren lassen. Für das Bild "Marschroute des Lebens, 2010" diente dem Künstler ein Buchumschlag als Bildstruktur und "Dancer from the Dance, 2010" erinnert an ein zusammengefaltetes Blatt Papier.

Auch die feinen Strichzeichnungen (Tusche auf Papier) thematisieren den Ausstellungstitel, ohne dass sie einfach als Vorstudien zu den Malereien verstanden werden sollten. Beim Zeichnen verwendet der Künstler häufig einen Messingstab, der ihm zur Vermessung der Bildfläche dient.


Nächste Ausstellung:
El Frauenfelder
18.3. - 7.5.2011




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