Esther Kempf
OFFSET

Ausstellung vom 6. November bis 19. Dezember 2009







Für Filomena, 2009, Installation
(Details)



Für Filomena, 2009, Rauminstallation





A l'Abri, 2009, Skulptur





Experiment 1, 2006/2009, Diptychon, 2 Farbfotografien
aufgezogen zwischen Acrylglas, je 30 x 45 cm



Platzhalter, 2009, Album Nr. 1



Alles was man sehen oder anfassen kann, ist ein Nomen und wird gross geschrieben, 2009, Layout für Künstlerbuch


Die Galerie Brigitte Weiss freut sich, in einer ersten Einzelausstellung neue Arbeiten von Esther Kempf (*1980) zeigen zu können.

Die Künstlerin lebt und arbeitet seit dem Abschluss ihres Studiums an der Gerrit Rietveld Acamdemie, Amsterdam und einem einjährigen Atelieraufenthalt in Paris (Stadt Zürich) in Zürich. Als Preisträgerin der Kiefer Hablitzel Stiftung und der Dr. Georg und Josi Guggenheim Stiftung erhielt die Künstlerin mit ihrem Werk 2008 in der Ausstellung "Unter 30 VI" im Kunsthaus Langenthal und 2009 mit der Einzelausstellung "ALS OB" im Kunstraum Walcheturm bereits viel Beachtung.

Esther Kempf beschäftigt sich mit Wahrnehmung, Sichtbarmachen von Schwerkraft, Richtungsänderungen, Licht und Schatten etc. Nicht den Objekten selber gilt primär ihr Interesse, sondern vielmehr dem Zusammenhang zwischen den Objekten und deren Bezug zum Raum. Esther Kempfs Arbeitsweise ist experimentell, sie beschäftigt sich über längere Zeit mit einem Thema und unternimmt mit verschiedenen Medien Studien dazu.

Die Installtion im 2. Galerieraum trägt den Titel "Für Filomena". Der Ausstellungsbesucher betritt ein möbliertes Wohnzimmer in dem die Möbel den Boden nicht berühren. Die Zusammenhänge zwischen den Einrichtungsgegenständen - Tisch, zwei Stühle, kleiner Schrank mit Büchergestell, Bild, Pflanze - und dem Raum werden über Wände und Decke mittels Holzlatten sichtbar gemacht. Holzverstrebungen und Keile übernehmen die Funktion die Möbel vom Boden abzuheben, wobei die Raumarchitektur und die Schwerkraft der einzelnen Gegenstände genutzt werden und Möbel und Raum in eine bestimmte Abhängigkeit geraten. Stuhl und Tisch oder Bücher und Büchergestell gehen dabei ungewohnte Verbindungen ein. Der Titel "Für Filomena" verweist auf die alltägliche Problematik beim Reinemachen von Galerieräumen während einer Ausstellung.

Im 1. Ausstellungsraum thematisieren zwei Arbeiten Licht und Schatten: "Experiment 1" zeigt zwei Farbfotografien einer Skulptur aus Streichhölzern, aufgenommen im Zeitunterschied von 1 Minute.
Die weisse Papiertragtasche auf dem Boden hat einen Schatten in Form einer Anhäufung von dunklen Gegenständen.

In einer weiteren Arbeit hat Esther Kempf gesammelte Bilder auf Einlageblättern, wie sie beim Kauf eines Wechselrahmens vorgefunden werden, auf Zusammenhänge hin untersucht und zu einem Fotoalbum zusammengestellt.

Unter dem Titel "Alles was man sehen oder anfassen kann, ist ein Nomen und wird gross geschrieben" gewährt die Künstlerin Einblicke in ihre aktuelle Arbeit an einem Künstlerbuch, ermöglicht durch die Dr. Georg und Josi Guggenheim Stiftung.





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